Die 12 grössten Fehler bei der Wahl eines LED-Arbeitsscheinwerfers

Sibylle Naumann-Edgren, die ursprünglich aus Deutschland kommt und seit vielen Jahren in Schweden wohnt, arbeitet seit 7 Jahren bei TYRI in Göteborg und ist Area Sales Manager für den deutschsprachigen Raum. “TYRI ist ein sehr familiäres Unternehmen mit einem engagierten Team und stellt tolle Produkte her, meiner Meinung nach momentan die besten, die es auf dem Markt gibt. Ich habe in den letzten 7 Jahren mit vielen Kunden sprechen dürfen, die sehr wertvolle Informationen gaben und dabei festgestellt, dass viele Kaufentscheidungen aufgrund eines Informationmissstandes zustande gekommen ist. Ich möchte gerne helfen, dies zu ändern. Mit unserer TYRI Light Academy machen wir einen guten Anfang. Wenn der Käufer untenstehende Punkte bei der Wahl eines LED-Arbeitsscheinwerfers beachtet, hat er den ersten Schritt zu besserer Beleuchtung getan und wird dann auch mit seiner Entscheidung zufriedener sein”, sagt Sibylle.

 

1. Fehler – Lumen

Sie kaufen einen LED Arbeitsscheinwerfer nach der Anzahl der Lumen.
Wissen Sie denn, um welche Lumen es sich handelt?  Was ist in der Produktinformation oder auf der Verpackung angegeben?

Es gibt drei verschiedene Lumenwerte. Theoretische, kalte und effektive Lumen.  Bei theoretischen Lumen sind Verluste durch Optik (Reflektoren, Streuscheiben) und Wärmeeffekte durch LED Chips nicht abgezogen worden. Einfach ausgedrückt: Der theoretische Lumenwert ist der Bruttowert, und die Bruttoangaben erhalten wir vom Hersteller der Dioden.

Effektive Lumen messen wir, wenn ein LED-Arbeitsscheinwerfer nach 30 – 45 Minuten seine Betriebstemperatur erreicht hat. Es zeigt sich nun, dass der kalte Lumenwert gesunken ist, denn alle LED Chips haben einen schlechteren Wirkungsgrad bei höherer Temperatur. Der Lumenwert reduziert sich mit ca. 5 % aufgrund der Erwärmung. Die Verluste durch die Optik liegen bei ca. 20 – 25 %, was bedeutet, dass der effektive Lumenwert etwa 70 – 75 % vom theoretischen Lumenwert ausmacht. Bei Niedrigpreisprodukten können die Verluste sogar zwischen 50 und 70 % betragen!

Wenn bei den Lumen weder “theoretisch” noch “effektiv” oder “gemessen” angegeben ist, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass es sich um theoretische Lumen handelt.

Wichtig zu wissen: Der effektive Lumenwert in Kombination mit dem gewählten Optiksystem ergeben den auf der Arbeitsfläche gemessenen Luxwert! Auch der effektive Lumenwert reicht hierzu nicht aus!!!

 

2. Fehler – Preis

Sie kaufen einen LED Arbeitsscheinwerfer in einer Kombination aus Lumen und Preis. Wieder die Frage – Um welche Lumen handelt es sich?

Ergebnis: Wie unter Punkt 1! Finden Sie den Preis noch niedrig, wenn Sie zum Schluss nur 30 – 50 % an effektiven Lumen erhalten?

3. Fehler – Farbtemperatur/Lichtfarbe

Sie wählen eine viel zu hohe Farbtemperatur.

Ergebnis: Ein sehr kaltweisses, fast bläuliches Licht (mit einer Farbtemperatur weit über 6000 K) ist auf Dauer sehr anstrengend für die Augen. Sehr kaltweisses Licht reflektiert stark auf Staub, Feinpartikel, Metall, Metalliclacke, Regen und Schnee und verursacht daher Blendung.

4. Fehler – Elektromagnetische Verträglichkeit

Sie wählen einen LED-Arbeitsscheinwerfer, der keine oder nur eine sehr niedrige EMV-Klasse hat.

Ergebnis: Ein Knistern im Radio, der Rechner stürzt ab und im schlimmsten Fall: Ein Totalausfall der Arbeitsmaschine. Wer den LED-Arbeitsscheinwerfer gekauft hat, ist für die dadurch entstehenden Arbeitskosten am Fahrzeug verantwortlich.

5. Fehler – Vibrationen

Sie wählen einen LED-Arbeitsscheinwerfer ohne zu kontrollieren, ob dieser auch den Vibrationen standhält, die die eigene Maschine oder der holperige Untergrund verursachen.

Ergebnis: Die Halterung reisst. Die Komponenten auf der Platine können losgeschüttelt werden und der Scheinwerfer fällt aus.

6. Fehler – Lichtqualität

Sie wählen einen LED-Arbeitsscheinwerfer, der eine sehr unsaubere Lichtqualität hat (Hotspots, Ringe, Schatten, mehrere Farbtemperaturen/Lichtfarben).

Ergebnis: Sehr störend bei der Arbeit. Das menschliche Auge fokussiert automatisch nur auf den stärksten Punkt in der Mitte. Der Schatten begrenzt bzw. verschlechtert die Sicht auf die Arbeitsfläche erheblich.

7. Fehler – Lichtqualität

Sie wählen einen LED-Arbeitsscheinwerfer, der in der Breite sehr begrenzt ausleuchtet.

Ergebnis: Dies hat zur Folge, dass Sie in der Breite nicht genug sehen und einen oder zwei weitere Scheinwerfer nachkaufen müssen. Das verdoppelt oder verdreifacht die Kosten, auch für die Montage.

8. Fehler – Offene Reflektoren

Sie wählen einen LED-Arbeitsscheinwerfer mit offenen Reflektoren,  sehr hoher Farbtemperatur und klarer Streuscheibe, so dass Sie direkt in die Dioden hineinschauen.

Ergebnis: Das Licht blendet sehr stark und irritiert das menschliche Auge. Die Lichtverteilung kann durch die offenen Reflektoren nicht optimal sein.

9. Fehler – Grösse der auzuleuchtenden Fläche

Sie haben vor dem Kauf des LED-Scheinwerfers nicht überlegt, wie gross die Fläche sein soll, die Sie ausleuchten möchten.

Ergebnis: Falscher Einkauf.

10. Fehler – Zu viel Licht

Sie wählen einen Scheinwerfer mit zu viel Lichtleistung (Lumen) für die Fläche, die Sie ausleuchten möchten.

Ergebnis: Sie bekommen starke Hotspots, die blenden, jedoch zu wenig Licht auf der Fläche, die eigentlich beleuchtet sein soll.

11. Fehler – Falsche Anbauposition

Sie wählen eine falsche Anbauposition.

Ergebnis: Der Scheinwerfer blendet. Generell kann man sagen, dass Blenden durch eine falsche Anbauposition, zu hoher Lichtleistung für den Einsatzzweck, falsch gewählten Lichtkegeln, falscher Farbtemperatur, offene Reflektoren samt klarer Streuscheibe und vieles mehr entstehen kann. Aber man kan Abhilfe schaffen, wenn man richtig mit Lichttechnik arbeitet.

12. Fehler – Lichttechnik

Die Lichttechnik und die LED-Technik werden oft unterschätzt. Beides ist beratungsintensiv. Wenn Sie aber mit obengenannten Erkenntnissen aufs Neue an die Sache herangehen, haben Sie einen grossen Schritt in die richtige Richtung getan. Denken Sie auch daran, dass ein Produkt in niedriger Qualität nur einen Vorteil hat: Den Preis. Die Technik bleibt jedoch dabei  auf der Strecke. Der OEM muss daran denken, ob ein an seinen mobilen Arbeitsmaschinen verbauter LED Arbeitsscheinwerfer in niedriger Qualität mit seinem Warenzeichen bzw. Image als Premiumhersteller vereinbar ist.

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir arbeiten mit Beratung und Lichtsimulationen.

 

Wo TYRI beziehen?

Wir arbeiten nur mit ausgesuchten Distributoren zusammen, die in der Licht- und LED-Technik richtig beraten können.

In Deutschland:

Hänsch Warnsysteme GmbH
Kundensegment: Feuerwehr, Polizei, Rettungswesen, gelber Bereich
www.fg-haensch.de
Tel. 05962-9360-0 -05962 9360 -0

Granit bzw. Trex.parts (einer Schwestergesellschaft von Granit)
Kundensegment: Landwirtschaft / Stapler
[email protected] (ohne .de)
Tel. 04282-63490 5050

Schöler Fördertechnik GmbH
Kundensegment: Stapler
www.schoeler-gabelstapler.de
Tel. 07158-987 460

Kiesel GmbH
Kundensegment: Baumaschinen
www.kiesel.net
Tel. 06158- 60 84 42 65

Menke Agrar GmbH
Kundensegment: Landwirtschaft
www.menke-agrar.de
Tel. 02921-96540

Wahlers Forsttechnik GmbH
Kundensegment: Forstmaschinen
www.wahlers-forsttechnik.de
Tel. 09849-979 99-0

In Österreich

HTTP-AUSTRIA/HTTP Technische Produkte
www.http-austria.at
[email protected]
Tel. +43 2237 72 343 33

In der Schweiz

Bührer & Richter GmbH
www.buehrer-richter.ch
[email protected]
Tel. + +41 52 645 00 30

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